Laufende Projekte
Kreis Bergstraße erwägt Regionenpartnerschaft mit der Region Ararat in Armenien
Die Partnerschaftsbeauftragte beim Kreis Bergstraße Ewa Redemann arbeitete gemeinsam mit Alexander Löffelholz von der Kreisverwaltung Fahrplan aus, damit die Partnerschaft 2026 offiziell abgesegnet werden kann. Sollte es dazu kommen, würde der in Heppenheim ansässige Verein NOAH – Verein zur Förderung der kulturellen Beziehungen zwischen Armenien und Deutschland – als Partner des Kreises Bergstraße fungieren.
Am 14. Mai 2025 haben Alexander Löffelholz, der auch Mitglied im engeren Vorstand von NOAH ist, Ernst-Ludwig Drayß, Gevorg Hayrapetyan und Christian Drayß vom NOAH-Vorstand vor Ort in der Bezirkshauptstadt Artashat entsprechende Gespräche mit der Führungsebene der Region Ararat geführt , um die geplante Partnerschaft mit Inhalt zu füllen (siehe Bild). Dabei wurden für Kooperationen und Austausche insbesondere folgende Gebiete angesprochen:
- Administration
- Schulen, Austauschprogramme
- Mittelständige Wirtschaft
- Wein-Wirtschaft (die Region ist ein Weinanbaugebiet)
- Alternative Energie-Projekte
Die armenischen Gesprächspartner unterstrichen ihtre große Bereitschaft für ein Partnerschaftsabkommen mit dem Kreis Bergstraße. Beide Regionen sind ähnlich strukturiert.
Warum ist eine Regionenpartnerschaft mit Armenien gerade jetzt wichtig
- Armenien kämpft um seine Unabhängigkeit, versucht sich nach Westen zu wenden und von der Abhängigkeit Russlands zu befreien. Zudem sieht es sich und seine Unabhängigkeit permanent durch die islamischen Staaten Aserbeidschan und Türkei bedroht, die Anspruch auf das Gebiet erheben.
- Armenien sieht sich als „Außenposten“ Europas und als Verteidiger der christlichen Kultur. 2022 musste es hilflos mitansehen, wie eine tausende alte christliche Kultur in Berg-Karabakh binnen weniger Tage durch das islamische Aserbeidschan getilgt wurde.
- Armenien ist das älteste christliche Land der Welt, seit 301. Der Ursprung unserer christlich-abendländischen Kultur liegt dort. Damals umfasst Armenien auch noch den östlichen Teil der heutigen Türkei. 1915 gab es den türkischen Völkermord an den christlichen Armeniern.
- Und, last but not least, Armenien ist eine funktionierende Demokratie nach westlichem Vorbild, die einzige in dieser Region.
Projektförderung „Social Entrepreneurship Armenia“ mit Euro 94.990 bezuschusst
Der in Lorsch ansässige Verein Noah e.V. setzt das Programm „Social Entrepreneurship“ mit ICIRLD „International Center for Intercultural Research, Learning and Dialogue“ (Yerevan), mit dem Interkulturellen Zentrum (Wien) und mit „KASA“ Swiss Humanitarian Foundation Armenia“ um. Ziel ist Trainer und Trainerinnen im Feld der Social Entrepreneurship in Armenien auszubilden. Das Programm wird in Eriwan im Zeitraum von Dezember 2018 bis Mai 2019 durchgeführt. DEer Noah-Vorsitzende Dr. Gevorg Hayrapetyan wird Mitte Dezember den Startschuss in Eriwan geben.
Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit bewilligt dafür im Auftrag des Auswärtigen Amtes Noah e.V. einen Zuschuss von Euro 94.990,00. Der Zuwendungsbescheid ging Noah e.V. am 23.November 2018
Konzerte:
Noah veranstaltet regelmässig Konzerte mit armenischen Künstlern in Deutschland. Bisher gab es viele Konzerte mit folgenden armenischen Künstlern: Robert Amirkhanyan, Seda Amir-Karayan, Gurgen Baveyan, Geghard-Ensemble, LUYS Chor, Vahagn Hayrapetyan, Armen Yusnunts, Lilit Sargsyan etc.
Unterstützung/Zusammenarbeit:
- Noah unterstützt regelmässig die armenischen Jugendzentren Nork und Arabkir in Yewrevan und das Jugendzentrum in Artik.
- Unterstützung des Technik-Labors in Artswaberd und des IT-Bildungszentrum in Artsakh.
- Finanzierung beispielsweise eines Meisterkurses von Frau Prof. Sonntag von der Musikhochschule Stuttgart in Eriwan
- Unterstützung der Sevrugian-Ausstellung „Bilder des Orients“ im Matenadaran-Museum in Eriwan
- Mitarbeit mit der Armenischen Gemeinde Baden-Württemberg
- Community Development through Social Entrepreneurship“ in Armenien. Projektinhalt: Entwicklung der Zivilgesellschaft durch den Aufbau und die Förderung von sozialverträglichen Unternehmungen („Social Enterprises“) insbesondere in den Regionen Armeniens, zur Stärkung der Eigenverantwortung in Kommunen. Projektträger: Interkulturelles Zentrum, Wien, Frajo Steiner, Email: frajo.steiner@iz.or.at, Tel: +43 1 586 7544-14